B.B. & THE BLUES SHACKS

Hildesheim
Blues


It never rains in Northern Fuerteventura.

Und wenn es - wie beim Bluesfestival von Corralejo im März 2009 – doch einmal aus Woodstock-Wolken schüttet, dann muss die Show weitergehen. Der Festivalplatz vorm Hafen von Corralejo wird auf die Schnelle trockengekehrt, während gleichzeitig riesige Zeltplanen sicheren Platz schaffen für die gut tausend internationalen Besucher. Mit ihrem ganz speziellen scharf gewürzten B.B. Sound – Soul & Rhythm & Blues – rocken die Shacks den Regen weg, shuffeln die Wolken aus der Welt, swingen die Sonne auf die Erde zurück. Und wir Erdlinge, egal ob Musiker oder Zuhörer, sind nach den rund zwanzig Musiktiteln (und der gefühlt gleichen Anzahl von Zugaben) zusammengestaucht und doch aufgerichtet, ausgepowert und dennoch gestärkt an Leib und Seele. Body- and Soulfood.

„Und schööön war es!“, erinnert sich vier Jahre später Michael Nyemetz, ein Freund der Band. Nyemetz arbeitet als ihr Manager, ehrenamtlich, für umme. Ein Amateur auf höchstem professionellen Niveau: „ein Hardcore-Optimist“ – so nennt ihn Thomas Ritter in einem flotten, achtseitigen Buchbeitrag über die ersten zwei Jahrzehnte der wohl erfolgreichsten deutschen Bluesgruppe (nachzulesen bei: Michael Rauhut , Reinhard Lorenz (Hg.), Ich hab den Blues schon etwas länger, Berlin 2008).

Ihr erstes Konzert fand im ereignis- und folgenreichen Sommer 1989 statt, „auf einem Viehanhänger in Harbarnsen bei Hildesheim“. Seitdem, seit einem knappen Vierteljahrhundert, haben sich die B.lues-B.rüder Andreas Arlt an der Gitarre und Michael Arlt als Sänger, Harmonikaspieler und Frontman (auch als Coverboy dieses Programmheftes) schon einiges an Größe unter den Nagel gerissen:
Dreieinhalbtausend Auftritte zwischen Moskau, Los Angeles, Kapstadt, Sidney und ihrer Heimatstadt Hildesheim.
Ein Dutzend Alben – die letzten sechs erschienen im bluesweltweit bekannten Crosscut-Label des Bremer Produzenten Detlev Hoegen.
Der Respekt vor Vorbildern wie T-Bone Walker, Freddie und B.B.King oder Little Walter und Sonnyboy Williamson ist geblieben – die Zeit des Nachspielens ist allerdings vorbei. Andreas Arlt beschreibt den Stilmix der Shacks als „Swing, Jump und Chicago-Blues“ aufgepeppt mit Elementen aus Doo-Wop und Soul. Die meisten Stücke komponieren und texten sie heute selbst.
Wer da von Retro sprechen will, mag das tun – jedenfalls so lange, bis er B.B. & The Blues Shacks bei einem Live-Auftritt erlebt. Da sind sie nämlich sowas von Präsento, wenn nicht gar Futuro. „Wenn sie live spielen, unbedingt hingehen“, empfiehlt Peter Urban vom NDR. Götz Alsmann, einst Pianist in Toschos Blues Company, setzt im WDR noch einen drauf: „Die B.B.s sind wohl die beste Bluesband, die ich je in Deutschland gehört habe
Sie wollten von Anfang an, schreibt Thomas Ritter, „ihr Publikum unterhalten – nicht mehr und nicht weniger.“ Das schließt gesellschaftliches Engagement keineswegs aus: zum Konzert Blues gegen Nazis (mit weiteren Hildesheimer Bands, u.a. Das Dritte Ohr) kamen 2007 mehr als tausend Besucher, dreihundert fanden keinen Einlass.
Die Leser von Dirk Föhrs Magazin bluesnews wählten B.B. & The Blues Shacks zweimal zur beliebtesten Blues-Gruppe hierzulande. Zweimal wurden sie von französischen Journalisten mit der Trophée France Blues geehrt, als „Beste europäische Live-Band“. Die gleiche Trophäe erhielt Andreas Arlt 2004 als „Best European Guitar Player“.
Nach Lahnstein bringen sie einen Freund aus Schweden mit: Sven Zetterberg. Der Sänger, Gitarrist, Harp-Spieler und Singer-Songwriter ist seit fast vier Jahrzehnten auf dem Planeten Blues unterwegs, in seinem Gepäck siebzehn Alben. In seiner Heimat kennt ihn fast jedes Kind aus dem Fernsehen, da macht er Werbung für ein weltbekanntes Knäckebrot. Schwedische Touristen sind im Ausland nicht gerade als Abstinenzler und trockene Verfechter der Prohibition bekannt. Zu den Vertragsbedingungen des Bluesarbeiters Sven Zetterberg gehören allerdings u.a. diese Punkte: „Hot meal and mineral water… After real hair-rising experiences in Scandinavia: No drinking!! From staff or local arranger and no excessive drinking from Band!!! Very important: We’re there to do a serious job!!!”

SHOWS
Datum Veranstaltungsort Link Galerie Link zu externen Informationen
16.10.1981 Lahnstein, Stadthalle
21.10.1995 Lahnstein, Stadthalle
04.10.1997 Lahnstein, Stadthalle
30.09.2000 Lahnstein, Stadthalle
28.09.2002 Lahnstein, Stadthalle
27.09.2003 Lahnstein, Stadthalle
02.10.2004 Lahnstein, Stadthalle
22.09.2006 Lahnstein, Stadthalle
22.09.2007 Lahnstein, Stadthalle
27.09.2008 Lahnstein, Stadthalle
25.09.2009 Lahnstein, Jugendkulturzentrum
26.09.2009 Lahnstein, Stadthalle
25.09.2010 Lahnstein, Stadthalle
28.09.2013 Lahnstein, Stadthalle Lahnstein
29.09.2017 Lahnstein, JUKZ Lahnstein
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