BRIXTON BOOGIE

Hamburg
Blues


Ein großer Voodoo
"Brixton Boogie" sind ein Zaubertrank aus Blues, Gospel, Soul, Dub und Hip-Hop

Bei "Brixton Boogie" scheiden sich die Geister: Es mag Bluesfans geben, die das brodelnde Bräu aus hanseatischen Studios nicht als Zaubertrank, sondern als brackige Brühe des Belzebubs verabscheuen. Blues gemischt mit Samples, Computerbeats und Hip-Hop - lästert das nicht die heilige Dreifaltigkeit aus Muddy Waters, John Lee Hooker und Robert Johnson? Ach was, wer sagt denn, dass der Blues, diese fantastische Musik, von selbsternannten Gralshütern auf ewig konserviert und archiviert werden muss! Der Blues gehört auf die Straße, in die Clubs, auf die Tanzfläche! Und dazu muss er frisch und frech, geil und groovend sein!

"Urban Blues", die CD von "Brixton Boogie", jedenfalls zielt voll in die Lenden. Beweg deinen Hintern, lautet die Botschaft. Der 48-jährige Produzent, Harp-Spieler, Gitarrist und Bandleader Krisz Kreuzer ist Fan, stellt auf dieser ersten Brixton-CD erdige Stücke von Son House und John Lee Hooker neben gelungene Eigenkompositionen und beweist ganz nebenbei, dass auch Depeche Mode's Policy of Truth eine schwarze Seele hat. Dieser Mix aus Blues, göttlichem Gospel, Soul, R&B, Funk, Dub und Hip-Hop, aus Nina-Simone-Samples, verschleppten Downtown-Beats und einer Prise Jazz, ist ein mächtiger Voodoo - kein Wunder also, dass sich Kreuzer mit Wayne Martin einen Hexenmeister aus New Orleans angelte, dessen Stimme Songs wie "Grinnin' In Ya Face", "If I..." oder "Coming Home" pure Magie verleiht.

Alles nur ein Studioding? Quatsch! Den Live-Test hat das Musikerkollektiv hundertfünfzigprozentig bestanden, wovon sich eine Lahnsteiner Abordnung selbst überzeugen konnte. Rapper Bryan Sanders aus Las Vegas, Gitarrist Van Wolfen, der tolle Schlagzeuger Michi Pahlich, DJ Suro an den Turntables, Bassist Oliver Schmitt, Krisz Kreuzer und vor allem die geniale Sängerin Masha Litterscheid aus Hamburg verwandeln jeden Club binnen Sekunden in einen schwitzenden, tanzenden und begeisterten Juke Joint. Kein Wunder, dass ihr Auftritt bei den Rother Bluestagen als das eigentliche Highlight des Festivals herausgestellt wurde.

Nur um es noch mal klar zu machen: Bei "Brixton Boogie" erklingen echte Instrumente wie Gitarre, Dobro und Mundharmonika, dazu ein halbes Dutzend Vokalisten, eine Stimme besser als die andere, gleichberechtigt neben Computersounds. Was Gruppen wie "Little Axe", "G. Love & Special Sauce" oder die "Michael Messer Band" vorexerziert haben, bringen "BB" auf den Punkt: Der Blues ist im Hier und Jetzt angekommen, und es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn diese Band in Lahnstein nicht auf viele offene Ohren treffen würde...

SHOWS
Datum Veranstaltungsort Link Galerie Link zu externen Informationen
25.09.2010 Lahnstein, Stadthalle

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