verfasst am 04.10.2018

Das war das 38. Lahnsteiner Bluesfestival

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Auch in seiner inzwischen 38. Auflage hat das Lahnsteiner Bluesfestival nichts von seiner Strahlkraft und Faszination verloren. Jahr für Jahr gelingt es den Mitgliedern der Projektgruppe des gemeinnützigen Vereins Lahnsteiner Musikszene ein hochkarätiges und international besetztes Festival auf die Beine zu stellen. So auch in diesem Jahr.

Den Anfang des langen Konzertabends machte der US-amerikanische Gitarrist Kirk Fletcher, mit seinen zwei Mitmusikern Matt Brown an den Drums und Wolfgang Roggenkamp an der Hammond B3. Bei Fletcher vereinigten sich fulminante Gitarrenkunst und eine warme Soulstimme mit einer von Anfang an mitreißenden Bühnenpräsenz. Bei seinem leichthändigen Gitarrenspiel legte er es nicht nur auf Saitenhexererei an, sondern verstand sich auch auf die Kunst der Reduktion. Für diesen grandiosen Opener gab es bereits Standing Ovations.

Jahr für Jahr wird in Lahnstein der Preis des Festivals, der „Blues Louis“ (benannt nach Louis Armstrong) vergeben. In diesem Jahr haben die Festivalmacher entschieden den Preis an Axel Zwingenberger zu vergeben. Der Boogie-Woogie Pianist und Eisenbahnliebhaber Zwingenberger, der bereits 1984 in Lahnstein auf der Bühne stand, präsentierte nach der launigen Laudatio durch Musikjournalist Christian Pfarr sein Können in einem kurzweiligen Live-Feature. Dass er zu Recht Mitglied der Boogie-Woogie Hall of Fame und somit Teil der Weltelite ist, bewies er mit einigen sehr unterschiedlichen gleichermaßen hochvirtuos wie augenzwinkernd dargebotenen Stücken.
Zwingenberger steht damit als „Blues-Louis“ – Preisträger in einer Reihe mit Größen wie Bill Ramsey, Inga Rumpf, Joy Fleming oder Bill Wyman – allesamt in Lahnstein ausgezeichnet.

Handmade, das Motto des diesjährigen Festivals passte auch perfekt zu Jon Cleary. Der in England geborene und seit vielen Jahren in New Orleans lebende Pianist, Gitarrist und Sänger (und Grammy-Preisträger) öffnete die Grenzen des Blues in Richtung Funk, Jazz, Soul und Fusion. Das Lahnsteiner Publikum feierte den Auftritt mit langanhaltendem Beifall, der sich noch verstärkte als Cleary für zwei Zugaben spontan Kirk Fletcher mit auf die Bühne bat.

Ohne Blues kein Soul. Dies demonstrierte die ebenso sympathische wie stimmgewaltige Norwegerin Stina Stenerud mit ihrer Band The Soul Replacement. Hier standen mehr Musikerinnen und Musiker auf der Bühne als bei allen vorhergehenden Acts zusammen. Die zehnköpfige Band inklusive Bläsersatz und Backgroundsängerinnen spielte wie eine gut geölte Maschine und bereits nach wenigen Songs hielt es nicht mehr viele Besucher auf ihren Sitzen.


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