verfasst am 29.07.2016

Luca Sestak beim diesjährigen Bluesfestival

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Gut, dass der Geschäftsführer unserer Bluesprojektgruppe, Markus Graf, hauptberuflich Leiter der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Rock & Pop ist - und somit verantwortlich für die Förderung der besten Nachwuchskünstler im Land. Das hatte auch Folgen fürs Bluesfestival. Seit 2009, seit dem begnadeten Auftritt von Oli Brown, gehören Jungspunde um die zwanzig fest zum Programm: von z.B. Johnny Rieger, Florian Schauen, Laurence Johnes über Jesper Munk 2015 hin zu Luca Sestak 2016: der Pianist, Komponist und Sänger aus Karlsruhe wurde im Januar 21. (Anfang 2016 hat er sich für unser Festival beworben - weil er Geschmack hat!).

Manchmal klingt die Wahrheit wie ein Märchen: mit 15 Jahren das erste eigene Album, Titel Lost In Boogie; zur gleichen Zeit die erste eigene, sehr erfolgreiche Konzertreihe in einer Karlsruher Kneipe namens Schaf: Blues im Schaf. Mit 16, wir schreiben das Jahr 2011, wird er in Bremen mit dem Deutschen Boogie-Woogie-Preis ausgezeichnet, dem Pinetop.

Luca Sestak ist schon in jungen Jahren ein gefragter Mann. Ein Boogie-Woogie-Mann. Und Boogie-Woogie gilt als eine besonders heitere Schwester des Blues. "Man muss das Leben ernst nehmen, aber bitte nicht zu ernst", sagt Luca Sestak (beim Interview im SWR1-Studio / Foto vorhanden).

Luca Sestak, Sohn eines Bauingenieurs aus Prag und einer Modedesignerin aus Hannover, 1995 in Celle geboren, ärgert und langweilt sich so lange am heimischen Piano, bis er mit neun Jahren eine sehr gute Klavierlehrerin bekommt. Von ihr lernt er die Liebe zur Klassik, er bedankt sich mit Auszeichnungen bei Jugend musiziert.
Sein Lehrer in Sachen Blues und Boogie ist ein gewisser Dokter You Tube. Damit arbeitet sich der Autodidakt Stück für Stück, Video für Video, zu den alten Großmeistern des Boogie-Woogie vor: Albert Ammons, Meat Lux Lewis und Pinetop Smith. Weiter geht's mit James Booker oder heutigen Zeitgenossen wie Vince Weber und Jamie Cullum.
Mit elf stellt Luca sein erstes eigenes Video ins Netz: inzwischen hat er bei YouTube mehr als zwölf Millionen Aufrufe.
Er lebt jetzt in Karlsruhe, studiert in Mannheim an der Pop-Akademie und hat in guten Monaten eine Handvoll Auftritte - meist zusammen mit dem zwei Jahre jüngeren Schlagzeuger Johannes Niklas. Er hält die Ohren steif und hält sie offen - für Blues und Boogie ebenso wie für jede bessere Art von U- und E-Musik. Der heitere Boogie-Mann Luca Sestak widerlegt den schönen alten Spruch des guten Hanns Verres: "E-Musik heißt deswegen so, weil sie eh keiner hört."
In den Liner Notes seiner beiden CDs kann man lesen, dass er schon gewisse Unterschiede sieht im Verständnis von klassischer und afroamerikanischer Musik. Es entsteht der Eindruck, dass ihm der Spaß, und zwar sein eigener, wie auch der Spaß des Publikums, den Kick gegeben hat, in Richtung Boogie zu gehen. Also ist es das Vergnügen?
"Absolut! Genau richtig erkannt. Der Spaß war der ausschlaggebende Punkt. Bis dahin hatte ich in der Schule immer nur klassische Vorspiele gemacht, wie bei Jugend musiziert. Aber als ich diese für mich neue Musik das erste Mal auch in der Schule vorspielen durfte - ich müsste damals so 14 gewesen sein -, da war das ein Moment, wo ich gemerkt habe: die Leute können ja direkt mit der Musik mitgehen, sie können mitklatschen, die Leute können mit mir fühlen, was ich an dieser Musik so toll finde."

(Text: Tom Schroeder)


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