verfasst am 16.03.2015

Jesper Munk und China Moses beim diesjährigen Bluesfestival

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35. Lahnsteiner Bluesfestival
25./ 26.September 2015, Lahnstein

Lahnstein. Eines der ältesten und renommiertesten deutschen Bluesfestivals findet in diesem Jahr in seiner fünfunddreißigsten Auflage statt: Das Internationale Lahnsteiner Bluesfestival.

In all den Jahren haben viele internationale und nationale Größen des Blues in Lahnstein auf der Bühne gestanden: Taj Mahal, Bill Wyman, Charlie Musselwhite um nur einige zu nennen. Aber auch dem Bluesnachwuchs wird beim Festival Raum geboten.

Präsentiert von Radio SWR1 werden auch in diesem Jahr viele hochkarätige Bluesmusiker in der Stadthalle und dem Jugendkulturzentrum Lahnstein auftreten.

Mit dabei ist das Ausnahmetalent China Moses. Im Nachbarland Frankreich ist die Sängerin beinahe so etwas wie ein Star. Ein Album mit Coversongs der großen Blues- und Jazzkünstlerin Dinah Washington erschien 2009 beim Label Blue Note und erhielt weltweit hervorragende Kritiken. So schrieb Spiegel-Online: "Wer den Sound einer lasziven Blues-Shouterin mag, wird dieses Album mögen (…). Ihre Hommage klingt so rau und traditionell und ursprünglich, als sei sie in einem verrauchten Jazzclub der fünfziger Jahre aufgenommen worden."
Bereits seit 1996 bringt China Moses, Tochter der stimmgewaltigen Jazzdiva Dee Dee Bridgewater, Singles und Alben auf den Markt. Parallel dazu war sie auf Platten von französischen Hip-Hop-Größen wie Fabe, DJ Cam und Diam's zu hören, kooperierte aber auch international mit Szenengrößen wie Sinclair, Meshell Ndegeocello und Guru von Jazzmatazz. Gleichwohl bleibt sie dem Blues und Soul verbunden; ihr Album "Crazy Blues" feiert große Vorbilder wie Mamie Smith, Ma Rainey, Esther Phillips, Nina Simone, Janis Joplin, Etta James, Ann Peebles und sogar Donna Summer.

Das Lahnsteiner Bluesfestival sorgt immer wieder für freudige Überraschungen, wenn ganz junge Gitarristen und Sänger auf der Bühne stehen, die vom Publikum frenetisch gefeiert werden: Oli Brown, Krissy Matthews oder Laurence Jones wären hier zu nennen. Der 22-jährige Jesper Munk hat die Chance, sich hier einzureihen. Der Gitarrist spielt roh gezimmerte Songs, bedient sich dabei in Genres wie Blues, Folk, Rock'n'Roll und auch Motown Soul. Zwei Alben hat er auf dem Markt, und Kritiker verlocken, dass der blonde Strubbelkopf klinge wie ein Mix aus Jimi Hendrix, Jack White und Curtis Mayfield. Der Münchener mit deutschem Vater und dänischer Mutter wird landauf, landab als das große Talent gehandelt.
Die Erklärung, warum seine Musik so viele Menschen fasziniert, wäre jedoch unvollständig, würde man nicht auf seine Stimme hinweisen: Jesper Munk klingt wie ein Alter, total dreckig, cool und eben bluesig.

Die Tommy Schneller Band ist nominiert für den German Blues Award 2015 in der Kategorie "Best Band" und "Best CD". Mehr Ehre geht auf der deutschen Bluesszene eigentlich nicht.
Gleichzeitig spricht das für die Gruppe um den Saxofonisten und Sänger Tommy Schneller, der neben Blues und Rhythm'n Blues auch Soul, Jazz und funkige Rhythmen in seine Musik integriert. Ein explosives Gemisch auf der Bühne.

Unterstützt wird Schneller von Carl Carlton. Der hochgewachsene Norddeutsche hat auf internationalem Parkett mit so ziemlich allen Größen gespielt - von Willy DeVille, Joe Cocker, Eric Burdon, Manfred Manns Earthband und den Simple Minds bis hin zu Robert Palmer. Vor allem aber haben sich sehr frühzeitig schon die Deutschrockstars Udo Lindenberg und Peter Maffay die Gitarrenkünste Carltons gesichert. Ein großartiger Musiker, und der Richtige, um in Lahnstein den Bogen zu schlagen von B.B. King über Elvis bis hin zum hitzigen Großstadt-Funk.

Der Blues-Louis, international begehrte Auszeichnung des Festivals, geht an den Hamburger Sänger und Gitarristen Abi Wallenstein. Die Laudatio hält Inga Rumpf.

Text: Michael Stoll, Rhein-Zeitung
Infos: www.lahnsteiner-bluesfestival.de

Tickets: www.ticket-regional.de

Freitag, 25.09.2015, JUKZ Lahnstein, ab 20:00 h
Eintritt: Vvk. 8 Euro zzgl. Gebühr, AK 12 Euro
Samstag, 26.09.2015, Stadthalle Lahnstein, ab 19:00 h
Eintritt: Vvk. 27 Euro zzgl. Gebühr, AK 34 Euro


Weitere Informationen:

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